Mit Elan die neue Herausforderung angepackt

Arndt Neumann als Direktor ins Amt eingeführt / Viele Pläne

Arndt Neumann leitet die montägliche Dienstversammlung an der Heinrich-Böll-Schule (HBS) routiniert und kompetent. Seine Mittelungen sind punktgenau formuliert und Rückfragen aus dem Kollegium beantwortet er in adäquater Weise. Ein uninformierter Beobachter verließe mit Sicherheit die Schule im Glauben, Arndt Neumann sei schon seit Jahren als Direktor an der HBS im Dienst. Mitnichten: Der 42-Jährige begleitet erst seit dem 16. Januar 2012 sein neues Amt als stellvertretender Schulleiter. Der Wechsel von der Eugen-Bachmann-Schule an die über 1000 Schüler zählende Heinrich-Böll-Schule verlief für Arndt Neumann problemlos.
„Ich fühle mich sehr wohl an der HBS. Das Kollegium hat mich herzlich aufgenommen und die Zusammenarbeit mit dem Schulleitungsteam funktioniert gut“, bilanziert Neumann seine Startphase an der integrierten Gesamtschule.
Der neue Mann – Nachfolger von Peter Bauer – bringt jede Menge Erfahrung als Schulleitungsmitglied mit. An der Eugen-Bachmann-Schule in Wald-Michelbach war Arndt Neumann, der in Osnabrück das Licht der Welt erblickte, als Konrektor unter anderem für die Ausarbeitung des Stundenplanes, das Medienmanagement der Schule, die Schulentwicklung und die Steigerung der Unterrichtsqualität in maßgeblicher Weise verantwortlich. Darüber hinaus übernahm er repräsentative Aufgaben und organisierte Schulfeierlichkeiten und Elterninformationsabende. Das Spektrum seines Wirkens an der EBS war sehr facettenreich und im Hinblick auf die Schärfung des Schulprofils von Bedeutung.




Von seinen Erfahrungen und vor allem von seinem fundierten Wissen auf den verschiedensten Feldern der Schulleitung profitiert nun die Heinrich-Böll-Schule. „Ich möchte ein funktionierendes, sozial und kollegial ausbalanciertes Schulmanagement schaffen und das gute zwischenmenschliche Klima an der HBS bewahren“, lautet Neumanns Zielsetzung an seiner neuen Wirkungsstätte. Nebenbei bemerkt: Von Pädagogen in verantwortlichen Positionen der Schulleitung werden immer stärker Kompetenzen eines Managers abverlangt, der auch Finanzen regelt und die Schule als eigenverantwortlichen „Betrieb“ versteht.
Warum entschied sich Arndt Neumann gerade für die HBS? Die einzige integrierte Gesamtschule im Kreis Bergstraße bietet – nicht nur auf Grund ihres großen Zuspruches und guten Rufes – optimale Bedingungen. „Die Kombination aus Kurssystem, Unterricht im Klassenverband und profilbildenden Unterrichtsangeboten stellen nicht nur eine hohe organisatorische Herausforderung dar, sondern garantiert vor allem die Chance, schülerzentrierter und zielgerichteter auf die angebotenen Abschlussqualifikationen hinzuarbeiten“, formuliert Neumann die Pluspunkte der HBS. Klar, dass der neue Direktor auch schon Pläne der Weiterentwicklung und Optimierung der Schule im Petto hat. Sein Fokus liegt unter anderem auf der Kooperation mit Betrieben, aber auch auf einer stärkeren Vernetzung mit weiterführenden Schulen. Sein Hauptaugenmerk gilt der Realisierung des Weges hin zur selbstständigen Schule, einem Konzept, das vom Kultusministerium forciert wird. Außerdem möchte er die Arbeit am Schulprogramm fortsetzen und die Schulentwicklung maßgeblich gestalten.
Seine ganze Aufmerksamkeit gilt derzeit aber den Aufgaben eines Schulleiters, denn Arndt Neumann ist mit der Wahrnehmung der Schulleitung betraut, bis die vakante Stelle des Schulleiters besetzt ist. Von einer ruhigen Eingewöhnungsphase kann für den Pädagogen mit den Fächern Biologie, Chemie und evangelische Religion also keine Rede sein. Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass der begeisterte Tennisspieler – Arndt Neumann ist Vorsitzender des TC Rimbach – die bisherigen Aufgaben sicher und gelassen meisterte. Dabei kann er auf die Unterstützung des Schulleitungsteams, des Kollegiums und der Eltern bauen.