Schon nach dem dritten Tag rote Pisten bewältigt

Zum 39. Mal Skikurs für alle siebten Klassen in St. Johann in Südtirol

„Die Skigebiete Speikboden und Klausberg begrüßen die Schüler der Heinrich-Böll-Schule aus Fürth. Zum 39. Mal ist die HBS zu einer Skifreizeit im Arnthal“, verkündete die charmante Moderatorin einer abendlichen Skishow den mehreren hundert Zuschauern, die den HBSlern herzlich Beifall spendeten. Besonders groß waren natürlich der Jubel und die Begeisterung bei den Fürthern selbst, die ihren Ohren kaum trauten, als die Begrüßungsworte über den in buntes Scheinwerferlicht getauchten Skihang schalten.
Der ehemalige Direktor Peter Bauer, der jahrelang Skifreizeiten für die HBS organisiert hatte, sorgte für diese gelungene Überraschung. Der Besuch der Skishow war das „Sahnehäubchen“ auf einer rundum gelungenen Skifreizeit, die alle Erwartungen erfüllte.
Keiner der blutigen Anfänger hätte wohl im Entferntesten daran gedacht, nach dem ersten Skitag bereits sicher lange Abfahrten bewältigen zu können. Die verantwortlichen Pädagogen – an ihrer Spitze die Schulsportleiterin Astrid Schulze Icking – waren erfreut und verblüfft zugleich vom schnellen Lernerfolg ihrer Ski-Novizen. Die Sportlehrer der Böll-Schule erteilten an sechs Tagen Skikurse, stets individuell abgestimmt auf das Können der Mädchen und Jungen.
Die 39. Skifreizeit der integrierten Gesamtschule war nicht nur aus diesem Grund in jeder Hinsicht ein Erfolg: Die 100 Mädchen und Jungen blieben in St. Johann (Südtirol) ohne schwerwiegende Blessuren, und der Spaßfaktor war enorm groß. Natürlich spielte auch das Wetter eine große Rolle: Bei teilweise strahlendem Sonnenschein – manche sprachen gar von „Kaiserwetter“ – wedelten die Brettlfans auf herrlichem Schnee die Pisten hinab. Die Kinder staunten mehrmals über das atemberaubende Bergpanorama.
„Alle haben eine wunderschöne Skifreizeit erlebt", bilanzierte Schulsportleiterin und Organisatorin Astrid Schulze Icking. Ein besonderes Lob ernteten die Siebtklässler nicht nur für ihr sportliches Können auf zwei Brettern, sondern auch für ihr tadelloses Verhalten und ihre ausgezeichnete Disziplin.
Skikurse in Südtirol gehören an der Heinrich-Böll-Schule schon seit vielen Jahren zum festen Bestandteil des breitgefächerten Sportangebotes und erfreuen sich – das zeigen die Anmeldezahlen – großer Beliebtheit. Alljährlich fahren die Schüler der siebten Klassen eine Woche in die Berge, um ihre Fähigkeiten auf den Skibrettern zu verbessern oder den Sport zu erlernen. Darüber hinaus trägt die Freizeit dazu bei, gruppendynamische Prozesse zu forcieren, beispielsweise die Gemeinschaft unter den Schülern zu stärken oder den Kontakt zu den begleitenden Lehrern zu verbessern.



Dazu trugen auch die Aktivitäten an den Abenden bei. Ludwig Knapp, ehemaliger Lehrer an der HBS und seit Jahren als Skilehrer bei den Freizeiten dabei, informierte die Schüler mit einem Dia-Vortrag über die landschaftlichen, geschichtlichen und kulturellen Besonderheiten Südtirols. Darüber hinaus zeigte er historische Aufnahmen von Fürth. Viel Spaß kam bei einem Spieleabend auf. Dass die HBS-Schüler über einen großen Ideenreichtum verfügen, zeigte sich beim „bunten Abend“: Die Palette reichte von einer Modenschau bis hin zu Kartentricks begabter Zauberer. Der gesellige Abend klang mit einer Disco aus.
Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch der Skishow. Einheimische Skilehrer demonstrierten verschiedene Techniken und ließen die Geschichte des Skisports kurzweilig Revue passieren. Mit einer Fackelfahrt endete das Spektakel, an das sich die Fürther noch lange erinnern werden. „Wir freuen uns schon auf die Jubiläumsfahrt im nächsten Jahr“, betonte Schulsportleiterin Astrid Schulze Icking abschließend.