Gekonnt in französischer Sprache parliert

Schüler der Heinrich-Böll-Schule stellten sich dreiteiligem Test / Sprachdiplom

Brigitte Harder und Sven Spottka, Französischlehrer an der Heinrich-Böll-Schule (Fürth), bereiten ihre Schüler akribisch auf das "Diplôme d'Etudes en Langue Française" (DELF) vor. Ziel ist es für zehn Neunt- und zehn Zehntklässler, das begehrte und international anerkannte Sprachdiplom zu erhalten. Die Hürden, die dafür überwunden werden müssen, sind hoch: In Mainz stellten sich die Schüler am Institut Française einem drei Teile umfassenden mündlichen Test. In naher Zukunft folgt noch eine schriftliche Prüfung.




Das "Diplôme d'Etudes en Langue Française" (DELF) ist ein staatlicher Sprachtest. Er wird auf vier Niveaustufen angeboten. Die Fachlehrer der HBS haben die Initiative ergriffen und beteiligen sich seit geraumer Zeit mit Schülern der Jahrgänge 9 und 10 an diesem Test - bisher mit ausgezeichnetem Erfolg.
Mit dem Erreichen des Diploms lässt sich die Motivation im Französischunterricht in den Jahrgängen 9 und 10 neu entfachen oder verstärken, so die Erfahrung der Pädagogen. Bei den Prüfungen müssen die Schüler ihre Fähigkeiten im Hör- und Leseverstehen sowie in der Textproduktion unter Beweis stellen. Hinzu kommt ein mündlicher Sprachtest.
Die Neuntklässler unterzogen sich in Mainz der Prüfung der Niveaustufe A1, während die Zehntklässler schon Aufgaben der zweiten Stufe (A2) lösen mussten. Im ersten Prüfungsteil hatten die Schüler die Aufgabe, die eigene Person oder den Wohnort, die Familie oder die Schule in einem Monolog darzustellen. Die Zehntklässler mussten darüber hinaus noch Fragen zum Vortrag beantworten.
Es folgt ein Frage-und-Antwort-Spiel: Die Schüler mussten in einer für sie unbekannten Situation Fragen an die Prüfer - allesamt Muttersprachler - stellen. Es entstand ein vom Prüfer gelenkter Dialog in der Fremdsprache.
Im letzten Teil der Prüfung schlüpften die Schüler in eine Rolle und sollten möglichst flüssig und vor allem situationsbezogen mit den Prüfern parlieren. Einige Schüler sahen sich unvermutet auf einem Markt wieder, um dort Obst und Gemüse zu kaufen, andere wiederum befanden sich in der Hosenabteilung eines Kaufhauses und unterhielten sich mit dem Verkäufer über die neueste Mode. Die A2-Prüflinge mussten beispielsweise eine Reise nach Paris organisieren oder mit Freunden in einem französischen Restaurant speisen.




Die beiden Fachpädagogen versäumten nicht, auf den gewünschten Effekt des Sprachtests hinzuweisen: "Wir registrieren einen enormen Motivationsschub bei den teilnehmenden Schülern, die obendrein noch Werbung für das Fach Französisch machen. Das Diplom hat einen hohen Stellenwert und ist im Ausland als wichtige Qualifikation anerkannt."