Eine Atmosphäre wie in Hollywood

Heinrich-Böll-Schule verlieh Filmpreise / Begeisterung über den goldenen "Henry"

Im Blitzlichtgewitter schreiten die "Stars" über den roten Teppich. Jubel und Beifall branden durch den Saal. Die Spannung ist mit Händen zu greifen. Es herrscht eine Atmosphäre wie in Hollywood, wenn Brat Pitt oder Tom Hanks darauf hoffen, mit dem angesehensten Filmpreis, dem "Oscar", ausgezeichnet zu werden. Was den internationalen Stars der "Oscar" bedeutet, das ist den Filmhelden der Heinrich-Böll-Schule der "Henry". Dieser Fürther Preis wurde am vergangenen Donnerstag im Foyer der Schule unter großem Pomp und mit vielen Emotionen erstmals verliehen.


V.l.n.r: Moderator Hartmann und die Schüler Artem Wiens, Vladislav Rohleder und Marcel Schmitt bei der Preisverleihung


Zur Verleihungspremiere waren viele Gäste, darunter - wie es auch in Amerika üblich ist - zahlreiche VIPs erschienen. Im Vorfeld der Feier gab's Getränke und Snacks und - um das Kinofeeling zu komplettieren - frisches Popcorn. Derweil saßen die Stars in einem für Papparazzi abgetrennten Bereich, um auf speziell gefertigten Karten ihre Autogramme zu schreiben. Die Organisatorin der Veranstaltung, Lehrerin Jana Glaser, hatte an jedes Detail gedacht.
Dazu gehörte auch eine Bildergalerie, die Backstage-Aufnahmen während der Drehtage zeigte und die Akteure in den verschiedensten Posen zeigte. Damit nicht genug: Im grellen Scheinwerferlicht standen die herrlich schimmernden "Henrys" und weckten bei den Regisseuren, Schauspielern und Drehbuchautoren jede Menge Begehrlichkeiten. Die Spannung stieg mit jeder Minute. Kurz nach 19 Uhr trat Jana Glaser - begleitet von zwei schwarz gekleideten Bodyguards - auf die Showbühne, um durch das Event zu eröffnen. Zu sehen seien zwei Streifen, produziert von Schülern der neunten und zehnten Klassen. Die kinobegeisterte Pädagogin vergaß nicht zu erwähnen, dass es sich um "Low-budget-Produktionen" handele. Mit einfachsten Mitteln hätten die bis in die Haarspitzen motivierten Filmtalente hervorragende Streifen produziert.
Das Publikum strömte nach den witzig-unterhaltsamen Einführungsworten der charmanten Moderatorin in drei Filmsäle, um sich - wie nicht anders zu erwarten - köstlich zu amüsierten. Minutenlanger Beifall war der Lohn für das schauspielerische Talent, die profihafte Regie und die gelungene Ausstattung. Keine Frage: Das Publikum hatte die "Qual der Wahl": Sie mussten darüber entscheiden, wer den "Henry" für die beste schauspielerische Leistung, die beste Kamera oder die beste Regie erhalten sollte. Während Glasers Kollegin Julia Ofenloch die Stimmen auszählten, konnten sich die Gäste und Akteure im Foyer erfrischen und stärken. Ermöglicht wurde dies durch den rührigen Elternbeirat mit Christina Burry an der Spitze. Das Elternteam engagierte sich stark und war ein Garant für den großen Erfolg der Veranstaltung. "Ich bin den Eltern, ohne deren große Unterstützung bei der Dekoration und dem Catering die Verleihungszeremonie nicht möglich gewesen wäre, unglaublich dankbar", kommentierte Jana Glaser. Die engagierte Lehrerin rief vor fünf Jahren das HBS-Filmteam ins Leben. "Die Gruppe besuchte Filmmuseen, produzierte über die Jahre mit diversen Drehtechniken (Stop Motion, Synchronisationen) und etliche selbstgeschriebene Kurzfilme." Krönung der Bemühungen und Ideen war nun die Preisverleihung, die keine einmalige Aktion bleiben soll, sondern in den nächsten Jahren einen festen Platz im Terminkalender der Schule erhält.
Dann war es endlich so weit, die Gewinner erhielten die Henry-Trophäen. Die Gewinner der Henrys waren: Beste Maske - WPU 9 - Johanna Keßler, Melissa Helm und Lidia Grigorowitsch. Beste Kamera - WPU 10 - Dominik Silasko, Best Supportive Group - WPU 9 - Vlasislav Rohleder, Marcel Schmitt und Artem Wiens. Best Supportive Act - WPU 9 - Linda Kraft, Manuela Terek und Selina Azzaidi. Beste Hauptdarstellerin - WPU 10 - Peggy Zeißig. Bester Film (mit 1 Stimme Vorsprung) - WPU 10 - "2night on stage".